Ein Gewächshaus, zwei Hände, eine Vision.
2009 mietete Christina Kaufmann ein kleines, heruntergekommenes Gewächshaus im Frankfurter Stadtteil Bornheim. Nach ihrer Meisterausbildung zur Gärtnerin mit Schwerpunkt Stauden und Gehölze hatte sie genug davon, Pflanzen in großen Ketten als Wegwerfartikel zu sehen.
Die ersten Monate waren hart. Christina zog fast alle Pflanzen selbst auf, besuchte kleine Züchter in der Region und baute Beziehungen zu Handwerkern auf, die noch traditionelle Werkzeuge fertigten. Die ersten Kunden kamen über Mundpropaganda — Menschen, die Beratung suchten, statt nur zu kaufen.
„Ich wollte einen Ort schaffen, an dem eine Monstera nicht als Deko-Objekt endet, sondern über Jahre mit ihren Besitzern wächst."
Heute, 15 Jahre später, ist aus dem Gewächshaus ein vollwertiges Gartencenter geworden — mit eigener Anzuchtstation, Werkstatt für Werkzeugreparatur und einem Team aus sechs Gärtnerinnen und Gärtnern, die dieselbe Philosophie teilen.